Die Strolche in Papenburg

Am 2. Und 3. März fand auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Papenburg ein Reit-Turnier statt. Unser Turnier-Team hat sich den diversen Wettbewerben gestellt und kann heute auf ein erfolgreiches Wochenende mit tollen Leistungen und guten Platzierungen zurückblicken.

In den frühesten Morgenstunden (und dann auch noch an einem Sonntag) quälten sich Inka Peplow, Ilka Wendland, Hanna und Lena Bolinius, Pia Carina und Kim Ringat, Laura Dahlhaus und Manuela Jung aus den Federn und stellten sich den verschiedenen Dressur- und Springprüfungen. Pia musste zwar erst am Nachmittag ran, hatte aber Sonntag früh noch andere wichtige Verpflichtungen. Manuela durfte zwar eine Stunde länger schlafen, stand aber schon gegen Mitternacht vor Aufregung senkrecht im Bett (es gibt einen Zeugen).

Die Wertungen und die daraus resultierenden Platzierungen in den einzelnen Wettbewerben können sich sehen lassen. Inka und Pia konnten sich ganz vorne anstellen. Inka belegte in ihrer Abteilung den ersten Platz im Reiter-Wettbewerb Schritt, Trab, Galopp auf „Apollo Pilgrim“. Souverän und vollkommen entspannt führte Sie die Abteilung bis zum Schluß und durfte sich auf den Applaus der Zuschauer freuen. Das war eine tolle Leistung, denn sie konnte sich und Apollo nicht wirklich warmreiten. Manuela ritt in der selben Abteilung wie Inka. Der für sie typische Adrenalinpegel hatte sich zwischenzeitlich auf ein etwas geringeres Maß reduziert, so dass man nicht mehr von Ausnahmezuständen reden konnte. Bis zu dem Moment, als die Steigbügel übergeschlagen werden mussten. Man kann nur erahnen, welche Flüche Manuela nur durch festes Zusammenpressen ihrer Zähne zurückhalten konnte. Ihre Anspannung erhöhte sich schlagartig, so dass selbst die Strolche hinter der Absperrung instinktiv stramm standen. Es hat aber alles gut geklappt und Manuela konnte sich am Ende über eine gute Wertung und ein blaues Bändchen freuen.

Ilka Wendland war ebenfalls auf „Apollo“ im selben Wettbewerb, aber eine anderen Abteilung unterwegs. Sie hat einen tollen dritten Platz erreicht. Eigentlich war nach der Prüfung alles im grünen Bereich. Eigentlich…

Eines der anderen Pferde hatte sich durch irgendwelche Anwandlungen in den Kopf gesetzt nach Apollo zu schlagen. Letzterer fand das gar nicht lustig und wollte die Sache während der Ehrenrunde ausdiskutieren. Sehr zum Leidwesen von Ilka. Von ihr völlig unerwartet gab es eine kostenlose Flugstunde. Augenblich nach dem Abheben breitete Sie die Arme aus. Es half leider
alles nichts. Die unerbittliche Schwerkraft erinnert uns leider hin und wieder daran, dass wir keine Vögel sind und wir auch unter heftigem Auf- und Abbewegen unserer Arme keinen Auftrieb  erzeugen können. Der Sand war relativ weich und nur Ilkas weiße Hose musste leiden. Körper und Seele sind immer noch intakt. Ilka sah das mit Humor (Zitat: „mein Popo ist braun“). Ilka, das macht nichts. Das kann jedem passieren.

Pia erreichte einen hervorragenden zweiten Rang im Springreiter-Wettbewerb auf ihrem geliebten „Xerenos“. Nur ganz wenige Wertungspunkte trennten Sie vom Sieg in einem sehr großen Starterfeld. Die vielen Springstunden bei Dörthe haben sich ausgezahlt. Daumen hoch, Pia!

Ihre Schwester Kim kann im Pony-Reiter-Wettbewerb ebenfalls auf eine tolle Leistung (ein 5. Platz) auf „Nobody“ stolz sein. Trotz Seitenstechen hat sie eine super Runde hingelegt. Zwei Daumen hoch, Kim!

Die Ergebnisse von Hanna (ein 4. Platz im Reiter-Wettbewerb auf „Anabell“) und ihrer Schwester Lena (ein 6. Platz im Pony-Reiter-Wettbewerb auf „Nobody“) stehen dem in nichts nach. Laut Überlieferung war Hanna zwar ein bischen „verpeilt“ und Anabell ein bischen „spannig“ (oder war es andersherum?), aber Hanna ist wirklich gut geritten. Lena hatte in ihrer Abteilung etwas zu kämpfen. Nobody entwickelte plötzlich Frühlingsgefühle. Warum, ist nicht klar. Vielleicht war ein besonders hübsches Ponymädchen anwesend. Aber auch Lena hatte das letztendlich im Griff und konnte sich über eine gelungene Runde freuen. Hanna und Lena, weiter so! Nobody, Countenance bewahren. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Team-Chefin Laura musste gleich dreimal ins Viereck. Trotz schnell aufeinander folgender Wettbewerbe in zwei E-Dressurprüfungen (4. und 7. Platz auf „Topless“ in einem großen und starken Starterfeldern) und im Dressurreiter-Wettbewerb (ein dritter Platz auf Lanka). Der Zeitrahmen für Lauras Starts war allerdings ziemlich eng gestrickt. Einem geölten Blitz gleich schoß sie förmlich von einem Pferd zum anderen. Der Versuch, das Hin und her filmisch festzuhalten, schlug fehl. Sie war einfach zu schnell. Ein einziges rauf und runter. Bei Lanka mussten die Steigbügel mehrfach neu eingestellt werden. Manuela musste ja auch noch ran und mit den Beinlängen ist das ja so eine Sache.

In einer ruhigen „Minute“ auf Lanka beim Warmreiten musste Laura sich die Dressurreiter-Prüfung erstmal zu Gemüte führen, nach dem Motto: „Äh, was muss ich nochmal reiten?“ Es gibt übrigens ein Beweisfoto. Letztendlich konnte Laura aber die Ruhe bewahren und rundet so das Ergebnis des RV Siebenberger Strolche ab.